1996

After graduating from highschool in June 1995, I started my studies to become a German and Geography teacher for 10 to 14 year-olds. One day we had to write a poem. A little later, I fell in love with a Belgian guy, who was quite proud of his poetry and so I filled a couple of notebooks with ideas and poems. I lost or destroyed these notebooks while moving to Belgium, but this selection survived on an old website of mine.

~°~
~°~


some-
day
some-
where
some-
one
some
understanding

~°~

I am the
demon
who is
haunting me.

When will I
become the
angel
who is
saving me?

~°~

Reality
Are the people surrounding me really
human?
Or do they just pretend to be?

Do the people surrounding me really have
a mind?
Or do they just pretend to have?

Do the people surrounding me really have
feelings?
Or do they just pretend to have?

Am I the only one
to ask
such crazy questions?
Or do I just...
want to believe?

~°~

Fear
The thrill is gone
Magic has left
Power wouldn't stay

Life goes on
Without the love
I thought I needed

Loneliness will soon
Appear, accompanied
By desperation

"Murder!"
my punished soul
cries out

~°~

Searching
Searching without
Knowing
What could be found

Looking
Looking without knowing
What could be seen

Living
Living without
Knowing
Why?

~°~

I'm crying
...
I'm bleeding
...
I'm dying
...
Although
I want so much
to be alive... 

~°~

Deep 
In the deep
Of the night
In the deep
Of my dreams
I am the diver
Searching for the shell
Searching for the pearl-
Shining
In the deep of the night

~°~
~°~

Manchmal möchte ich fliegen... aber meine Flügel tragen mich nicht.

Manchmal möchte ich schreien... aber meine Stimme versagt.
Manchmal möchte ich rennen... aber meine Beine sind zu schwach.
Manchmal möchte ich tanzen... das habe ich noch selten gemacht.
Manchmal möchte ich leben.

~°~

In einer Sommernacht
Auf einer griechischen Insel das Leben gespürt;
Am Strand die unsinnige Angst gefühlt;
Auf den Kieselsteinen vor Kälte gezittert;
An einen warmen, schlafenden Menschen gelehnt,
Das leise, Sicherheit gebende Schnarchen gehört;
Vom Geborgenheit schenkenden Arm gehalten,
Dem sanften Meeresrauschen gelauscht,
Das zurück das vorherige Lachen bringt,
Das den vergangenen Spaß reflektiert,
Das die Erinnerung langsam verwischt,
Das die trüben Gedanken wegspült,
Das dem Leben von neuem Sinn gibt,
Wenigstens in dieser kostbaren, griechischen
S o m m e r n a c h t .

~°~

Nach dir
Wenn ich behaupte, dich geliebt zu haben,
dann lüge ich eine dicke, fette Lüge.
Sie ist so ekelhaft wie das Jahr mit
dir war, weil ich nichts zuließ, aber
alles erträumte.
Jetzt weiß ich, daß ich zu mir selbst so
grausam war, wie nichteinmal
du es sein könntest.
Trotzdem hasse ich dich zur Zeit,
weil ich ein ganzes Jahr meines
armseligen Lebens und meiner aus-
schweifenden Träume an dich verschwendete.
Deshalb bin ich nun froh,
dich nicht zu sehen, nichts von
dir zu hören, und nicht von
dir träumen zu müssen.

~°~

Nun hat die Seele
das Dunkel schon zu lang erkundet
Sie kennt die Schatten,
kennt die Nacht,
zu gut, als daß sie sie
als Freunde sieht
Sie strebt dem Schimmer zu,
spürt den Flügelschlag
des Nachtfalters,
der einen Hauch
von Freiheit in sich trägt.
Doch verdammt ist-
Das Tageslicht nie sieht
Die dunkle Seele erfährt
von Neuem die Kälte,
die sie lähmt,
ihr die Flügel nimmt,
und-
sie im Dunkel zurückläßt.

~°~

Zuerst schallt dein Lachen durch
den ganzen Raum.
Später prallt es an den Wänden
ab, und kehrt gebrochen zu
dir zurück.
Dann bleibt es dir im Halse
stecken, und nimmt dir die
Luft.
Schließlich sammelt es deine
verzweifelten, wütenden
Tränen.
Am Ende wird es zu einem
Schluchzen, und du
ertrinkst darin.

~°~

Die Welt vor meiner Tür
sieht nur die grelle Fassade,
bemerkt bloß ihr eigenes Spiegelbild.
Sie sieht nicht, wie der Verputz sich löst,
Sie bemerkt nicht, wie dünn die Wände sind.
Sie ahnt nicht, wie zerbrechlich alles im Inneren ist,
Sie weiß nicht, wieviel darin auf wackeligen Beinen steht.
Und sie hört nicht die verzweifelten Schreie
meiner Welt,
die die Türklinke nicht erreicht.

~°~

Ich träume davon zu lachen,
zu weinen,
zu jubeln,
zu schreien,
und davon zu reden,
zu fühlen,
zu handeln,
zu leben.
Ich träume davon, nicht mehr
zu träumen.

~°~

Gefühl in Worten
Selbst der helle
Sommersonnenschein
wirft einen Schatten
auf mein Herz.

~°~

Die plötzliche Stille
bietet Raum
für einen Schrei.
Meine wunde
Seele schreit,
der Schmerz
sucht sich
seine Stimme
und brüllt
seine Klage
in die Leere

~°~

Sonnenuntergang im Gehirn
Der Verstand verschwindet
am Horizont
Die Gedanken verlieren
ihre Farbe
Die Gehirnwindungen werfen
lange Schatten
Die Dunkelheit kriecht in
den Kopf
und wie ein Gespenst erscheint
der Mond der Gefühle

~°~

3:00a.m.
Es ist zu spät zum Schlafen.
Es ist zu früh zum Aufstehen.
Aber wenn ich jetzt
die Augen schließe,
werde ich träumen.
Vielleicht von einem
Sonnenaufgang.

~°~

Feuerteufel
"Mögen mir die Brücken,
die ich hinter mir nieder-
brenne, den Weg leuchten!"
Manche Freundschaften
fangen leicht Feuer.
Sie brennen lichterloh
und die Flammen
vernichten die Jahre,
das Lachen und
die Lügen.
Deine Tränen reichen
nicht aus, um den
Brand zu löschen,
denn meine Wut
war ein guter
Brandstifter.

~°~

meine gedanken
folgen dir
bis ans
ende des regenbogens
mein lächeln
erwartet dich dort
wie der
kobold,
der den
topf mit gold
bewacht

~°~

Die Dämmerung
kriecht über das Land.
Sie nimmt den Bäumen
das Grün,
den Häusern
die Umrisse,
den Menschen
die Gesichter.
Und mit einem Mal
weiß ich nicht mehr,
ob ich noch hier
oder schon dort bin.
Dort, wo das Grau
wieder bunt wird.

~°~

Ein Geräusch
zerreißt
die Stille
Verzweifelt
versuche ich,
sie mit meiner Ruhe
zu verbinden
Was bleibt,
ist eine
Wunde
die blutet
leise

~°~

In den dunkelsten Stunden der Nacht
I
hört das Gestern auf zu existieren
und die Hoffnung
auf ein Morgen verlischt.
Doch,
wenn der erste Sonnenstrahl
den ersten Vogel küßt,
und sein Lied
die Dämmerung erschafft,
erinnert sich
die Welt
ihres Seins.

II

allein
fröstelnd
ziehst du die Decke
enger
um die Schultern
und hoffst,
daß der erste Sonnenstrahl
über den Horizont wandert
bevor
du erfrierst...

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